Interview Von 3. Juni 2026 3 Min. Lesezeit

Capcom erwägt japanisches Setting für zukünftige Resident Evil-Teile

Capcom-Producer Masato Kumazawa deutet an, dass ein japanisches Setting für kommende Titel in Erwägung gezogen wird, passend zu Fanwünschen und internen Überlegungen.

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Wichtige Punkte

  • Capcom prüft die Möglichkeit, ein zukünftiges Resident Evil-Spiel in Japan anzusiedeln.
  • Producer Masato Kumazawa bestätigte, dass das Entwicklungsteam dieses Setting in Betracht gezogen hat.
  • Die Franchise behält Flexibilität bei Zeitlinie und Erzählung zur Steigerung der Spielererfahrung.
  • Capcom strebt Innovationen an, während das Kernwesen der Resident Evil-Reihe bewahrt wird.

Capcom, die treibende Kraft hinter der langlebigen Resident Evil-Reihe, erwägt angeblich einen bedeutenden Schritt für den nächsten Teil: die Rückkehr in die Heimat Japan als Hauptschauplatz. Diese Überlegung, enthüllt von Masato Kumazawa, Producer des jüngsten Resident Evil Requiem, greift einen lang gehegten Wunsch eines Teils der Fanbase auf und deckt sich mit internen Gesprächen im Entwicklungsteam.

Strategische Überlegungen zu Setting und Story

Die Resident Evil-Serie hat historisch diverse Schauplätze erkundet, doch ein Setting innerhalb Japans selbst fehlte bisher auffallend. Kumazawa deutete an, dass dies nicht an mangelnder Überlegung liege. Das Entwicklungsteam, größtenteils japanische Talente, habe eine solche Möglichkeit durchaus bedacht. Diese Offenheit für ein japanisches Setting geht einher mit Capcoms etabliertem Ansatz zur narrativen Flexibilität. Das Unternehmen hat gezeigt, dass es bereit ist, die Zeitlinie der Franchise zu manipulieren und das Alter von Charakteren sowie chronologische Ereignisse anzupassen, wie zwischen Resident Evil 2 und Resident Evil 3 oder in Resident Evil 4 und Resident Evil Requiem zu sehen war. Diese Anpassungsfähigkeit dient dazu, die Immersion der Spieler zu steigern, besonders bei der Ausgestaltung zeitgemäßer Erzählungen, und wird auf die spezifischen Charaktere und Geschichten zugeschnitten, die für jeden Titel entwickelt werden.

„Capcom wird die Kernelemente der Serie beibehalten, wie die Charaktere und die Ereignisse, und wird bewahren, was der Serie am Herzen liegt.“

Dieser Ansatz unterstreicht eine strategische Balance: Während neue narrative und geografische Territorien erkundet werden, bleibt das Unternehmen seinen Kernprinzipien treu, die Resident Evil ausmachen. Das Ziel ist es, vertraute, aber dennoch neue Erlebnisse zu liefern und Ermüdungserscheinungen bei den Spielern zu vermeiden, die aus repetitiven Spielstrukturen entstehen könnten. Dies spiegelt breitere Branchentrends wider, bei denen etablierte Franchises versuchen zu innovieren, ohne ihre Kernzielgruppe zu verprellen – eine Strategie, die auch bei verwandten Horror-Titeln erfolgreich war, wie Konamis jüngster Ausflug mit Silent Hill f zeigt, der ein neues Setting erkundete und dabei die Attraktivität der Serie bewahrte.

Bewahrung des Kernwesens

Kumazawa betonte, dass Capcom unabhängig vom Setting dem Kern der Franchise treu bleibt. Dazu gehört die Beibehaltung zentraler Charaktere und Handlungsbögen, um sicherzustellen, dass jede neue Richtung mit der etablierten Lore und dem Ton übereinstimmt. Der Producer hob auch die Notwendigkeit hervor, neue Herausforderungen anzunehmen, um die Serie frisch und fesselnd zu halten. Immer wieder das gleiche Spielprinzip zu veröffentlichen, so seine Ansicht, riskiert das Desinteresse der Spieler. Daher sind innovative Gameplay- und Narrativelemente eine strategische Notwendigkeit für die langfristige Gesundheit der Franchise.

Diese strategische Ausrichtung wird durch den Erfolg von Resident Evil Requiem weiter untermauert, das bedeutende kommerzielle Meilensteine erreicht und zum am schnellsten verkauften Teil der Franchise-Geschichte wurde.Die anhaltende Beliebtheit der Franchise unterstreicht die Stärke ihrer etablierten Formel, während Diskussionen über potenzielle neue Settings wie Japan einen zukunftsorientierten Ansatz zur Weiterentwicklung signalisieren.