Wichtige Punkte
- Gabe Newell behauptet, Steam halte keinen Monopol auf dem PC-Markt.
- Valve verteidigt sich gegen Kartellklagen in Großbritannien und den USA.
- Vorwürfe beinhalten "Platform Parity Obligations", die niedrigere Preise woanders verhindern.
- Newell gibt an, Kunden hätten viele Kaufoptionen neben Steam.
Valve-Präsident und Mitgründer Gabe Newell hat öffentlich Behauptungen zurückgewiesen, Steam agiere als Monopol auf dem PC-Gaming-Markt. In einer kürzlich aufgetauchten Aussage beteuerte Newell, dass die Verbraucher „enorme Wahlmöglichkeiten“ hätten, wenn es um den Erwerb ihrer Spiele gehe. Er nannte Plattformen wie Xbox, den Epic Games Store und Direktkäufe bei Entwicklern als leicht verfügbare Alternativen.
Kartellrechtliche Herausforderungen nehmen zu
Diese Verteidigung kommt zu einer Zeit, in der Valve auf beiden Seiten des Atlantiks in bedeutende kartellrechtliche Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist. Diese Klagen behaupten, Valve erzwinge „Platform Parity Obligations“, eine Praxis, die angeblich dazu dient, Publisher daran zu hindern, ihre Spiele zu niedrigeren Preisen auf konkurrierenden Plattformen anzubieten. Valve konnte seine Versuche, die britische Klage abzuweisen, nicht erfolgreich abschließen. Im Rahmen des US-Rechtsstreits gab Newell 2023 seine Aussage ab.
Eine 2021 eingereichte Klage von Wolfire Games beschuldigte Valve speziell, seine dominante Marktposition genutzt zu haben, um den Wettbewerb zu unterdrücken. Die Klage behauptete, Wolfires Spiel Overgrowth würde von Steam entfernt, wenn es auf einer anderen Plattform günstiger verkauft würde. Newell wies diese Anschuldigungen jedoch zurück und bekräftigte Valves Haltung, dass sein Erfolg auf kontinuierlicher Innovation und nicht auf Marktkontrolle beruhe. Er bestritt auch, dass Valve die Preise für Drittentwickler auf anderen Plattformen diktiere, und erklärte, das Unternehmen habe „keine Richtlinie oder Praxis, Preise für Drittanbieter-Softwareentwickler auf anderen Plattformen vorzuschreiben“.
Trotz dieser Dementis deuten Branchenkenner darauf hin, dass Steam einen erheblichen Marktanteil von schätzungsweise 75 % hält, weit vor Konkurrenten wie dem Epic Games Store. Steam stellte im Januar 2026 mit über 41,8 Millionen gleichzeitigen Nutzern einen Rekord auf und meldete erhebliche Jahresumsätze.
Breitere rechtliche Überprüfung
Über die Kartellklagen hinaus sieht sich Valve auch mit separaten rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Im Februar reichte der Generalstaatsanwalt von New York eine Beschwerde wegen Lootboxen in Counter-Strike 2 ein. Darüber hinaus erließ die australische Regierung Valve eine rechtsverbindliche Transparenzmitteilung bezüglich Problemen mit Kindesmissbrauch und Radikalisierung auf Steam.
Diese verschiedenen Rechtsstreitigkeiten unterstreichen eine Periode intensiver Überprüfung für Valve und seine Flaggschiff-Plattform Steam, während das Unternehmen Vorwürfe wettbewerbswidrigen Verhaltens und anderer operativer Bedenken navigiert.