Wichtige Punkte
- Die Verkäufe von PlayStation-Eigennstiteln sind seit April 2020 jährlich gesunken, wobei das Fiskaljahr 2024 den Tiefpunkt markierte.
- Das Fiskaljahr 2020, ein Spitzenzeitraum, verzeichnete 58,4 Millionen First-Party-Verkäufe, gestützt durch wichtige Titel und Pandemiebedingungen.
- Im Fiskaljahr 2025 gab es eine moderate Erholung mit 32,1 Millionen verkauften Einheiten, teilweise dank Ghost of Yotei.
- Analysten nennen eine geringere Frequenz großer First-Party-Releases und einen Fokus auf Remaster und unveröffentlichte Projekte als Gründe für den Rückgang.
Die internen Verkaufszahlen von PlayStation haben in den letzten fünf Jahren einen spürbaren Rückgang erlebt, der sich im letzten Fiskaljahr jedoch leicht erholt hat. Die Daten zeigen einen stetigen jährlichen Rückgang seit April 2020, wobei das Fiskaljahr 2024 den schwächsten Punkt darstellte. Die Verkaufszahlen fielen erheblich von früheren Höchstständen.
Der Höhepunkt und der darauffolgende Abstieg
Das Fiskaljahr 2020, das Titel wie The Last of Us Part II, Ghost of Tsushima und Marvel's Spider-Man: Miles Morales umfasste, markierte einen Spitzenwert für First-Party-Verkäufe. Diese Periode, verstärkt durch die globale Pandemie, die zu erhöhter Gaming-Nutzung führte, brachte rund 58,4 Millionen verkaufte Einheiten hervor. Dieser Erfolg war jedoch schwer aufrechtzuerhalten. In den Folgejahren schrumpften die Verkäufe progressiv auf 28,9 Millionen Einheiten im Fiskaljahr 2024 – weniger als die Hälfte des Ergebnisses von 2020.
Dieser Rückgang ist kein Hinweis auf ein generelles Plattformproblem; die gesamten PlayStation-Spieleverkäufe, inklusive Third-Party-Titel, sind weiter gewachsen. Stattdessen deuten die Daten auf eine strategische Verschiebung bei Sony hin, bei der die Frequenz und Verteilung großer First-Party-Releases im Vergleich zur PS4-Ära abgenommen haben. Analysten verweisen darauf, dass interne Studios erhebliche Ressourcen in Remaster, Remakes und noch in Entwicklung befindliche Projekte stecken, was die Anzahl neuer IPs und Original-Blockbuster reduziert hat.
Eine moderate Erholung im Fiskaljahr 2025
Das jüngste Fiskaljahr 2025 brachte etwas Erleichterung: Die First-Party-Verkäufe verzeichneten eine moderate Erholung. Rund 32,1 Millionen Einheiten wurden verkauft, teilweise beflügelt durch Titel wie Death Stranding 2 und Ghost of Yotei. Obwohl dies eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr darstellt, liegen die Zahlen immer noch unter denen des Höhepunkts von 2020.
Die Situation hat Diskussionen über Sonys Veröffentlichungsstrategie für die PlayStation 5 neu entfacht. Das gefühlt langsamere Tempo großer Exklusivtitel, im Gegensatz zum konstanten Strom von Single-Player-Blockbustern früherer Generationen, steht im Fokus. Hinzu kommen die Auswirkungen von Projektstopps und strategischen Neuausrichtungen, insbesondere bei Live-Service-Ambitionen. Die Einstellung von Titeln wie The Last of Us Online und die Schließung von Firewalk Studios nach Kritik an Concord unterstreichen die Herausforderungen in diesem Bereich und beeinflussen direkt die Menge an veröffentlichten First-Party-Inhalten.
Trotz dieser Zahlen setzt Sony weiterhin auf seine etablierten Entwicklungsstudios. Insomniac Games, Santa Monica Studio und Guerrilla Games arbeiten aktiv an neuen Projekten. Die kommenden Veröffentlichungen dieser und anderer interner Teams werden voraussichtlich das First-Party-Lineup stärken und diese Verkaufstrends in den kommenden Jahren potenziell verändern. Die Gesundheit des PlayStation-Ökosystems bleibt robust, gestützt durch kontinuierliches Third-Party-Engagement und die laufende Entwicklung seiner Kernstudios.