News Von 3. Juni 2026 3 Min. Lesezeit

PlayStation-Eigenspiele verzeichnen Rückgang, leichte Erholung

Sonys Verkäufe eigener Spiele sind seit einem Höchststand 2020 gesunken, mit einer leichten Erholung 2025. Das wirft Fragen zur PS5-Strategie auf.

Schwarze PlayStation 4 Konsole mit passendem DualShock 4 Controller auf weißem Hintergrund.

Wichtige Punkte

  • PlayStation-Eigenspiele sind seit April 2020 jährlich zurückgegangen, das Fiskaljahr 2024 war der Tiefpunkt.
  • Das Fiskaljahr 2020 war ein Höhepunkt mit 58,4 Mio. verkauften Eigenspielen, gestützt durch Top-Titel und die Pandemie.
  • Eine moderate Erholung im Fiskaljahr 2025 brachte 32,1 Mio. verkaufte Einheiten, teils durch Ghost of Yotei.
  • Analysten nennen eine geringere Frequenz großer First-Party-Releases und Fokus auf Remaster/unfertige Projekte als Gründe für den Rückgang.

Die Verkaufszahlen von Sonys First-Party-Spielen haben in den letzten fünf Jahren einen deutlichen Abwärtstrend gezeigt, der sich im letzten Fiskaljahr aber leicht erholt hat. Seit April 2020 gab es einen jährlichen Rückgang, wobei das Fiskaljahr 2024 den Tiefpunkt darstellte – die Verkäufe fielen drastisch von früheren Spitzenwerten.

Der Höhepunkt und der anschließende Niedergang

Das Fiskaljahr 2020, das Titel wie The Last of Us Part II, Ghost of Tsushima und Marvel's Spider-Man: Miles Morales umfasste, war ein absoluter Spitzenwert für Eigenspiele. Diese Phase, verstärkt durch die globale Pandemie, die zu erhöhter Gaming-Nutzung führte, brachte rund 58,4 Millionen verkaufte Einheiten. Dieser Erfolg war jedoch schwer aufrechtzuerhalten. In den Folgejahren schrumpften die Verkäufe kontinuierlich und fielen bis zum Fiskaljahr 2024 auf 28,9 Millionen Einheiten – weniger als die Hälfte des Werts von 2020.

Dieser Rückgang deutet aber nicht auf Probleme mit der Plattform hin; die gesamten PlayStation-Spieleverkäufe, inklusive Third-Party-Titel, sind weiter gewachsen. Stattdessen scheint Sony strategisch umzudenken: Die Frequenz und Verteilung großer First-Party-Releases hat im Vergleich zur PS4-Ära abgenommen. Analysten verweisen darauf, dass interne Studios viele Ressourcen in Remaster, Remakes und noch in Entwicklung befindliche Projekte stecken, was die Anzahl neuer IPs und origineller Blockbuster reduziert.

Eine bescheidene Erholung im Fiskaljahr 2025

Das jüngste Fiskaljahr 2025 brachte eine gewisse Atempause: Die Verkäufe von Eigenspielen zeigten eine moderate Erholung. Rund 32,1 Millionen Einheiten wurden verkauft, teilweise befeuert durch Releases wie Death Stranding 2 und Ghost of Yotei. Das ist zwar besser als im Vorjahr, liegt aber immer noch unter den Verkaufszahlen von 2020.

Die Situation hat die Diskussionen um Sonys Release-Strategie für die PlayStation 5 neu entfacht. Das gefühlt langsamere Tempo bei großen Exklusivtiteln, im Gegensatz zum stetigen Strom an Single-Player-Blockbustern früherer Generationen, steht im Fokus. Verschärft wurde dies durch Projektstreichungen und strategische Neuausrichtungen, besonders bei Live-Service-Ambitionen. Das Aus für Titel wie The Last of Us Online und die Schließung von Firewalk Studios nach Kritik an Concord unterstreichen die Herausforderungen in diesem Bereich und beeinflussen direkt die Menge an veröffentlichten First-Party-Inhalten.

Trotz dieser Zahlen setzt Sony weiterhin auf seine etablierten Entwicklungsstudios wie Insomniac Games, Santa Monica Studio und Guerrilla Games, die aktiv an neuen Projekten arbeiten. Die kommenden Veröffentlichungen dieser und anderer interner Teams sollen das First-Party-Lineup stärken und die Verkaufszahlen in den kommenden Jahren potenziell verändern. Die Gesundheit des PlayStation-Ökosystems bleibt robust, gestützt durch kontinuierliches Third-Party-Engagement und die fortlaufende Entwicklung der Kernstudios.